Glanz der Könige

Es wurde schon viel über die Geschichte des Knabstruppers geschrieben. Nahezu alle Texte haben eine Quelle: Das Buch "Knabstrupper - Gefleckte Fürstenpferde" von Bent Branderup. Ihm ist es auch zu verdanken, dass der Knabstrupper in unseren Tagen soweit populär wurde, dass sich wieder vermehrt Züchter dieser Rasse annahmen. Details zur Geschichte und den verschiedenen Hengstlinien finden sich in seinem Buch. Hier sollen nur Stichworte einen Überblick geben.

Was unter Frederik II um 1540 mit der Gründung des königlichen Gestüts Fredriksborg begann, war die Zucht königlicher Paradepferde. Der Hang zu ausgefallenen Farben fand im Barock erste Höhepunkte. So gab es auch getigerte Pferde in dieser Zuchtstätte des dänischen Königshauses. Legendär aber waren die Weißgeborenen. Auch die Qualität dieser frühen Fredriksborger machte die dänischen Pferde zu begehrten Veredlern in ganz Europa. So auch in Wien, wo ein weißgeborener Hengst namens Pluto zum Begründer einer Hengstlinie bei den Lipizzanern wurde.

Major Villars Lunn, Besitzer des Gut Knabstrup, begann um 1800 Tiere im alten Typ zu züchten. Sein Ziel war es, die mit dem Ende des königlichen Gestüts stiefkindlich behandelten Pferde zu erhalten. Er wollte das alte Fredriksborger Blut bewahren. Mit dieser Erhaltungszucht legte er den Grundstein für den heutigen Knabstrupper. Neben den alten Blutlinien waren ihm auch Ausdauer und Belastbarkeit besonders wichtig. Vielleicht mit ein Grund, warum die Knabstrupper alle folgenden Kriege und Wirren doch immer wieder überlebten. Wollen wir es positiv sehen und diesen Pferden auch in der Gegenwart einen langen Atem und genügend Ausdauer wünschen. Denn die Wirrnisse finden in der gegenwärtigen Zuchtregelung einen neuen Höhepunkt...

 
Geschichte
des barocken Knabstruppers